Wieso fällt vielen das Aufhören so schwer?

Es sind vorwiegend zwei Mechanismen, die dazu beitragen, dass vielen Rauchern das Aufhören schwer fällt:

  • die Abhängigkeit vom Nikotin
  • die meist jahre- bzw. jahrzehntelange Rauchgewohnheit

Das Nikotin aus dem Tabakrauch beginnt bereits wenige Sekunden nach der Inhalation, im Gehirn seine Wirkung zu entfalten. Zahlreiche Botenstoffe im Gehirn werden beeinflusst. Der Hauptwirkmechanismus ist die Ausschüttung von Dopamin im sogenannten Belohnungszentrum, welches für ein Wohlgefühl nach dem Rauchen sorgt. Die Nikotinwirkung ist dafür verantwortlich, dass sich nach dem Rauchstopp Entzugssymptome wie z. B. Gereiztheit, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und vermehrter Appetit einstellen können. Eine medikamentöse Therapie kann in der Anfangszeit helfen, die Entzugssymptome zu lindern und so den Weg in die Rauchfreiheit erleichtern.

Der zweite Mechanismus sind die angewohnten Verhaltensweisen. Viele Zigaretten im Tagesablauf werden geraucht, weil sie immer genau dann geraucht werden (z. B. nach dem Frühstück, beim Autofahren, beim Weg zur S-Bahn, zum Kaffee, zum Bier etc.). Viele Raucher können sich gar nicht vorstellen, dass sie diese gewohnten Rauchsituationen auch ohne Zigarette erleben könnten. Andere Verhaltensweisen und Beschäftigungen helfen, das Leben nach einem Rauchstopp zigarettenfrei zu gestalten.

Zuletzt aktualisiert am 01.12.2017 von Philipp Vogt.

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